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Restaurierung ist...


Moderne Kunst


Restaurierungsatelier:
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22041 Hamburg
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Restaurierung
stellt Maßnahmen zur Erhaltung von Kunstwerken in ihrem materiellen Bestand dar.

In den Anfängen der Restaurierung verstand man die Wiederherstellung eines Kunstwerkes an einen früheren, als ursprünglich betrachteten Zustand. Die Vorstellung dieses Zustands orientierte sich am materiellen Bestand, teilweise aber auch an einer dem Objekt zugeschriebenen Bedeutung, die in einer neuen Gestaltung vermittelt werden sollte. Diese bis ins frühe 20. Jahrhundert hinein geltende Vorstellung der Restaurierung führte letztlich zu den Ausbauten etwa des Kölner Doms, oder des Ulmer Münsters, aber auch zahlreicher weniger prominenter Objekte. Im Rahmen dieser Auffassung wurden Bedeutung und ästhetische Bewertung eng verknüpft.

Der Begriff wurde in den 1830ern durch den „Vater der Restaurierung“ Eugène Viollet-le-Duc geprägt. Nach diesem war Restaurierung ein Vorgang der Herstellung eines ursprünglich gedachten, vollkommenen Zustands, der möglicherweise so nie existiert hatte. Für Viollet-le-Duc war das Ziel der Restaurierung also die (Wieder-) Herstellung der ursprünglich geplanten Aussage eines Monuments. Dieser Auffassung widersprach in den 1840ern der englisch Gelehrte John Ruskin. Er sah in der Restaurierung die Verfälschung des vorgefundenen Zustands und damit des Denkmalwerts eines Kunstwerkes. Nach Ruskin sollte die Konservierung eine Restaurierung unnötig machen. Seine Auffassung prägte Kunsthistoriker und Denkmalpfleger: „Konservieren, nicht Restaurieren“ war um 1900 die Forderung Georg Dehios, der maßgeblich am Aufbau der Denkmalpflege in Deutschland beteiligt war.

Dennoch setzte sich in der Denkmalpflege die Auffassung vom Kunstwerk als historische Quelle nur langsam durch. Erst nach dem Zweiten Weltkrieg wurde die Restaurierung nach und nach durch die Konservierung verdrängt. Ziel der Konservierung ist es, den angetroffenen Bestand zu sichern und ggf. zu erschließen. Die Bedeutung des Objekts wird nicht mehr nur an der ästhetischen Komponente gemessen, vielmehr wird versucht, das Objekt für möglichst viele Ansätze der Bedeutungszuweisung offen zu halten. Diese Auffassung wurde in der Charta von Venedig niedergelegt.

Konsequenterweise müsste inzwischen von Konservierung und Konservatoren die Rede sein, doch hat sich diese Bezeichnung nicht durchsetzen können – auch weil die Bezeichnung des Konservators für die mit der Verwaltung dieser Objekte betrauten Denkmalpfleger verwendet wird und damit nicht mehr für die Leute zur Verfügung steht, die praktisch mit den Kunstobjekten hantieren. Leider wird auch nach wie vor populär nicht zwischen Restaurierung und Rekonstruktion unterschieden.

Die moderne Restaurierung verfolgt das Ziel,  durch möglichst auf ein Minimum beschränkte Eingriffe am Objekt die Erhaltungsbedingungen zu verbessern. Solchen Maßnahmen gehen naturgemäß umfangreiche Untersuchungen sowohl durch Restauratoren, als auch durch Naturwissenschaftler voraus.


Charta von Venedig
Sie stammt aus dem Jahr 1964 und gilt als zentrale und international anerkannte Richtlinie in der Denkmalpflege. Sie legt Werte und Vorgehensweise bei der Konservierung und Restaurierung von Kunstwerken fest.

Charta von Venedig als PDF-Datei

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